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Berlinale for Kids  Das Berliner Kinderfilmfest

13. Februar 2005

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In Berlin findet zurzeit das Filmfest "Berlinale" statt. Dort werden aber nicht nur Filme für Erwachsene gezeigt, es gibt auch viele tolle Filme für Kinder und Jugendliche.


Zum 55. Mal findet die Berlinale nun bereits statt. Viele Filme aus aller Welt werden auf dem Filmfest gezeigt und die allerbesten von ihnen erhalten einen der begehrten "Goldenen Bären". Meistens sind die Filme zwar für Erwachsene gemacht, doch auf dem "Filmfest für Kinder" gibt es auch jede Menge neue Kinderfilme zu sehen.

Das allertollste ist: Bei den meisten Vorstellungen sind die Hauptdarsteller und Regisseure da. So könnt ihr sehen, wer den Film gemacht hat und könnt ihnen auch gleich Fragen zum Film stellen.

Anders als bei den Vorstellungen der "großen" Berlinale gibt es für die Filme vom Kinderfilmfest meistens genügend Karten - oft sogar noch direkt vor der Vorstellung.

Wenn also eure Eltern stöhnen, dass sie wieder keine Karten für diesen oder jenen Film bekommen haben, dann nehmt sie einfach mit zum Kinderfilmfest. Und billiger ist es dort auch noch.

Doch auch wenn ihr nicht selbst zur Berlinale kommen könnt, sollt ihr wissen, wie die neuen Filme so sind.

Einleitung: Katharina Sobottka

Die Filme


Die Farbe der Milch

Darum geht es:

Der schwedische Film wurde von der Regisseurin Torun Lian gemacht. Im Mittelpunkt stehen Selma und Andy. Selma hat sich fest vorgenommen, sich niemals in einen Jungen zu verlieben. Doch eines Tages, immer wenn sie Andy begegnet, bekommt sie ein Gefühl wie Schmetterlinge im Bauch. Sie ist da, die erste Liebe und mit ihr viele Verwirrungen und Verwicklungen.

Das sagen die Zuschauer:

"Die Geschichte ist so alltäglich und einfach, doch Torun Lian hat sie mit vielen witzigen Szenen bestückt." (Till Gerber, 14)

"Es ist ein witziger und unterhaltsamer Film, der einem einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt eines jungen Mädchens gewährt. Dennoch ist er auch manchmal langweilig, weil sich vieles wiederholt." (Ludwig Buhmann, 18)


Hayat

Darum geht es:

Der Film von Gholamreza Ramezani kommt aus dem Iran und erzählt die Geschichte des Mädchens Hayat. Eigentlich müsste sie zu einer wichtigen Prüfung in die Schule, doch dann kommt alles ganz anders. Ihr Vater muss ins Krankenhaus und nun soll sie auf die kleinen Geschwister aufpassen. Hayat ist verzweifelt, weil sie umbedingt die Prüfung bestehen will und versucht nun irgendwie beides zu schaffen.

Die Frauen und Männer im Iran haben meistens festgelegte Aufgaben. Während die Männer arbeiten gehen sollen, ist es die Aufgabe der Frauen, zu Hause für Ordnung zu sorgen und die Kinder aufzuziehen. Das hängt unter anderem mit der Religion im Iran - dem Islam - zusammen. Darum finden es viele Menschen im Iran auch nicht so wichtig, dass Mädchen in die Schule gehen. Hayat sieht das natürlich ganz anders.

Das sagen die Zuschauer:

"Für die schöne Musik, die großartigen Hauptdarsteller und die gelungene Kameraarbeit hat "HAYAT" auf jeden Fall einen Preis verdient." (Roberta Huldisch, 11)

"Ein sehr mutiger Film von einem iranischen Regisseur, den es sich wirklich anzuschauen lohnt." (Josefine Israel, 13)


Bluebird

Darum geht es:

Der Niederländische Film von Mijke de Jong erzählt die Geschichte von Merel. Sie ist zwölf Jahre alt, liest gerne und kümmert sich mit sehr viel Liebe um ihren kleinen Bruder, der im Rollstuhl sitzen muss. Sie ist also eigentlich ein ganz normales Mädchen. Doch in der Schule wird sie von ihren Mitschülern nur gehänselt. Dagegen muss und will sie etwas unternehmen.

Das sagen die Zuschauer:

"Man meint, mehr verstanden zu haben als gesagt wurde." (Zazie Agro, 13)

"Bluebird lässt vieles in einem neuen Licht erscheinen und regt in jedem Fall zum Nachdenken an." (Rebecca Martin, 14)


Das tausendjährige Feuer

Darum geht es:

Der Film von Naoki Segi aus Japan erzählt von einem kleinen Jungen, dessen Eltern gestorben sind. Satoshi ist natürlich sehr unglücklich und muss dann auch noch seine Heimatstadt Tokyo verlassen, um bei seinen Großeltern zu leben. Hier zieht er sich völlig zurück. Doch als das "Fest des tausendjährigen Feuers" herannaht, schöpft er wieder Mut.

Das sagen die Zuschauer:

"Ein sehr beeindruckender Film der wieder einmal die Traditionen und Bräuche eines Landes auf wunderbare Weise zeigt und den man meiner Meinung nach auf jeden Fall sehen sollte." (Leonie Lampe, 14)


Die Brieffreundin

Darum geht es:

Der israelische Film erzählt die Geschichte von Haya, einem kranken Mädchen. Ihre größte Freude ist es, Briefe an die Soldaten an der Front zu schreiben. Weil die ihre Briefe auch so sehr mögen, schreiben sie auch fleissig zurück. Der junge Briefträger Gal hat also allen Grund jeden Tag bei Haya vorbeizuschauen, in die er sich verliebt hat. Er weiß aber nicht, dass diese bereits einen der Soldaten liebt.

Das sagen die Zuschauer:

"Mich konnten auch die Schauspieler nicht wirklich überzeugen, dass
Haya unter einer so schlimmen Krankheit leidet, sah man ihr nicht an.
Dass Gal in sie verliebt ist auch nicht." (Lulu Grimm, 14)


Der Pelikanmann

Darum geht es:

Liisa Helminens Film handelt von einem Pelikan, der viel lieber ein Mensch sein will. Er wünscht es sich so sehr, dass er schließlich auch einer wird. Er zieht in die Stadt, arbeitet in der Oper und verliebt sich in eine Ballerina. Gemeinsam mit den Kindern Elsa und Emil erlebt er manches Abenteuer. Doch ewig kann das so nicht weitergehen.

Das sagen die Zuschauer:

"Eine wunderbar witzige Geschichte mit klasse Schauspielern und vielen einfallsreichen Ideen, die auch sehr gut umgesetzt wurden!" (Roberta Huldisch, 11)

Unsere merkwürdigen Ferien

Darum geht es:

Als die Jungen Panxing, Huoda und JinBao wie so oft ausgelassen am Fluss spiele, waren sie wohl ein bisschen zu übermütig. Sie verursachen einen Unfall, bei dem ein alter Mann sein Gedächtnis verliert. Niemand hat gesehen was passierte und auch der alte Mann kann sich an nicht erinnern. Eigentlich prima um bei der ganzen Sache ohne Strafe davon zu kommen, denken sich die Jungs. Doch dann bekommen sie ein schlechtes Gewissen.

Das sagen die Zuschauer:

„Unsere merwürdigen Ferien“ ist eine lustige, aber auch lehrreiche Geschichte - denn sie zeigt, wie wichtig es ist, seine Fehler wieder gut zu machen und Verantwortung fuer das Getane zu übernehmen." (Roberta Huldisch, 11)

Till, Ludwig, Roberta, Josefine, Zazie, Rebecca, Leonie und Lulu sind einige der "Jungen Journalisten" beim Kinderfilmfest der Berlinale.

Filmbeschreibungen: Carsten Werner