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SPD will Bürgergeld statt Hartz IV

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Die Bundesagentur für Arbeit ist für die Betreuung von Arbeitslosen zuständig. (Bild: Kalispera Dell, Wikimedia, CC BY 3.0)

10. Februar 2019

Die SPD will das Hartz-IV-Geld abschaffen. Für Arbeitslose soll sich dadurch manches verbessern.

Erwachsene, die in Deutschland ihren Job verlieren, sind recht gut abgesichert. Weil sie kein Geld mehr von ihrem früheren Arbeitgeber bekommen, erhalten sie bis zu zwei Jahre lang von der Arbeitslosenversicherung das so genannte Arbeitslosengeld. Das ist zwar weniger, ermöglicht den Menschen aber, über die Runden zu kommen und weiter für viele der Dinge zu bezahlen, die für ihr Leben wichtig sind.

Doch was ist, wenn die zwei Jahre vorbei sind? Oder wenn Menschen noch nie für Geld gearbeitet haben? Dann gibt es das Arbeitslosengeld II. Das wird auch Hartz IV (Hartz 4) genannt. Das ist deutlich weniger als das Arbeitslosengeld. Es soll den Menschen ermöglichen, das für das Leben Nötigste zu bezahlen, also Wohnung, Essen und Klamotten. Für viel mehr reicht es in vielen Fällen aber nicht.

Das Hartz-IV-Geld kann sogar noch verringert oder sogar komplett gestrichen werden. Solche Strafmaßnahmen sind erlaubt, wenn Menschen bestimmte Bedingungen nicht erfüllen - zum Beispiel wenn sie Termine beim Amt nicht einhalten oder wenn sie Dinge nicht nachweisen können.

SPD will Hartz IV abschaffen

Jetzt hat die Partei SPD beschlossen, das Arbeitslosengeld II - also Hartz IV - abzuschaffen. Stattdessen soll es ein so genanntes Bürgergeld geben. Beim Bürgergeld soll es solche Strafmaßnahmen nicht mehr geben. Außerdem soll es künftig drei statt zwei Jahre lang das Arbeitslosengeld geben. Für arbeitslose Menschen soll sich also Einiges verbessern.

Seit seiner Einführung wurde von vielen Menschen immer wieder Kritik am Hartz-IV-Geld geübt, das hat auch der SPD sehr geschadet. Die Partei war im Jahr 2005 in der Regierung und führte das Arbeitslosengeld II ein. Inzwischen glauben auch viele in der SPD, dass das ein Fehler war. Den wollen sie jetzt wieder gut machen. Und natürlich soll die Partei so auch wieder beliebter werden.