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Kommen jetzt die Autos der Zukunft?

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Elektroautos an Ladestationen in Berlin. (Bild: Avda / avda-foto.de, Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

11. November 2019

In Deutschland sollen mehr Elektro- und Wasserstoffautos fahren. Dafür gibt es neue Pläne.

Die Klimakrise bedroht die Zukunft der Menschheit. Und der Mensch selbst hat sie verursacht. Autos, Flugzeuge, Schiffe, Kraftwerke und die Industrie pusten jede Menge klimaschädliches CO2 in die Luft. Dadurch kommt es zum so genannten Treibhauseffekt. Auf der Erde wird es immer wärmer. Es kommt zu mehr Dürren und Unwettern. Der Meeresspiegel steigt. Viele Tier- und Pflanzenarten sterben aus.

Mehr als ein Fünftel des CO2-Ausstoßes stammt von Autos und Lastwagen, die mit Benzin oder Diesel fahren. Sie sollen in den kommenden Jahrzehnten durch Autos ersetzt werden, die Strom oder Wasserstoff nutzen und kein CO2 mehr ausstoßen. Bisher gibt es davon aber nur sehr wenige in Deutschland. Das soll sich jetzt ändern. Und dafür hat sich die Regierung Anfang November mit Vertretern der Autohersteller getroffen.

Elektroautos und Wasserstoff

Sie haben sich darauf geeinigt, Käufer von E-Autos zu belohnen. Wer ein Elektroauto kauft, soll künftig bis zu 6.000 Euro bekommen. Bis Ende des Jahres 2025 soll es diese so genannte Kaufprämie geben. Außerdem sollen in den nächsten Jahren in ganz Deutschland tausende Ladestationen gebaut werden. Bisher gibt es noch viel zu wenige Stellen, an denen die Akkus von Elektroautos aufgeladen werden können.

Neben Elektroautos setzt die Regierung beim Klimaschutz auch auf Wasserstoff. Wasserstoff ist ein Gas, das für den Antrieb von Autos genutzt werden kann. Anders als bei Benzin- und Dieselautos verursacht Wasserstoff aber kein CO2. Allerdings sind solche Autos bisher noch sehr teuer und die Technologie ist zu wenig erforscht. Genau das soll in den nächsten Jahren besser werden. Deutschland soll beim Thema Wasserstoff weltweit führend werden.

Wirklich gut und klimafreundlich?

Elektroautos und Wasserstoffautos sind aber nur unter bestimmten Bedingungen gut für die Umwelt und fürs Klima. Strom und Wasserstoff müssen zum Beispiel mit Wind- oder Solarenergie hergestellt werden, damit wirklich kein CO2 entsteht. Bei E-Autos sind die Akkus ein Problem. Sie enthalten seltene Stoffe wie Lithium oder Kobalt. Für deren Herstellung wird oft der Umwelt geschadet. Und für die Kobaltförderung werden Menschen in Afrika ausgebeutet.

Auch Wasserstoffautos haben ein Problem. Bisher kann nur ein kleiner Teil der im Wasserstoff enthaltenen Energie zum Fahren genutzt werden, der Rest wird vergeudet. Forscher und Entwickler müssen also auch bei diesem Antrieb noch eine Menge verbessern. Das tun sie aber nur, wenn möglichst viele Menschen solche Autos kaufen. Die Pläne der Regierung sollen dafür sorgen.