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Weshalb der Fliegenpilz giftig ist

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Fliegenpilze gelten als giftig und sollten nie gegessen werden. (Bild: Onderwijsgek, Wikimedia, CC BY-SA 3.0 NL)

14. September 2014

Viele Menschen sammeln im Herbst Pilze. Den Fliegenpilz sollte man aber stehen lassen, denn er ist giftig. Doch was macht ihn so gefährlich?

Den Fliegenpilz kennen wir alle gut. Er ist zum Beispiel auf Geburtstagskarten abgedruckt, denn er gilt als Glücksbringer. Mit seiner roten Haube und den weißen Punkten ist er im Wald gut zu erkennen. Der Fliegenpilz wächst von Juni bis zum Winter bei uns. Er gehört zu den Wulstlingen, zu denen auch der Grüne Knollenblätterpilz gehört. Der ist sehr giftig. Der Fliegenpilz kommt nicht an ihn heran, aber harmlos ist er auch nicht.

Der Fliegenpilz wird bis zu 20 Zentimeter hoch. Fast ebenso breit wird sein Hut. Die weißen Punkte stammen von der Hülle, in der der Pilz in seiner Jugend steckte. Bei Regen werden sie abgewaschen. Fliegenpilze wachsen unter Nadelbäumen. Aber auch unter Birken können wir sie finden.

Giftig macht den Fliegenpilz zum Beispiel Ibotensäure. Sie finden wir vor allem unter der Huthaut. Wird der Pilz getrocknet, dann entsteht der Stoff Muscimol. Er sorgt dafür, dass wir nicht mehr alles klar wahrnehmen, wenn wir den Pilz gegessen haben. Wir bilden uns Dinge ein, die gar nicht da sind. Auch andere giftige Stoffe stecken im Fliegenpilz. Es kommt selten vor, dass Menschen sich mit einem Fliegenpilz vergiften. Dem Körper kann er sehr schaden. Todesfälle durch Fliegenpilze sind aber selten.

Obwohl der Fliegenpilz giftig ist, gilt er mancherorts als Spezialität. In Japan zum Beispiel wird er zubereitet. Da die Giftstoffe vor allem im Hut sitzen und wasserlöslich sind, wissen Köche, wie sie ihn am besten verarbeiten müssen. Vergiftungen sind aber auch dann nicht ausgeschlossen. Deswegen lässt man besser die Finger von dem Pilz mit der roten Haube und den weißen Punkten.

(AfK)


Eure Meinung dazu:

von Der Besserwisser 2. September

Der Fliegenpilz ist nicht giftig! Es gibt keinen bekannten Todesfall durch Fliegenpilze. Er wird nur als "giftig" bezeichnet, da er psychoaktive Stoffe beinhaltet, welche den verzehrenden in einen Rausch versetzen. Diese "Giftgeschichte" stammte aus dem Mittelalter, als die Menschen ihre Lebensmittel vor Fliegen schützen wollten. Sie gaben die Fliegenpilze in eine Schale zur Milch, damit die Fliegen diesen tranken. Man dachte, dass die Fliegen dadurch sterben würden, aber nichts war. Sie waren lediglich betäubt und nach einigen Stunden regten sie sich wieder. Durch die damalige Verwendung hat der Fliegenpilz auch seinen Namen erhalten.

Hören Sie bitte auf, den Kindern Lügengeschichten zu erzählen.

von Peter 31. Oktober 2014

Die rote Kappe sieht doch schon gefährlich aus.

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