Direct access to content Direct access to navigation
News4Kids - Nachrichten und Wissen für Kinder und Jugendliche
Suchen

Zu viel Nitrat: Preise für Trinkwasser könnten steigen

11. Juni 2017

Unser Trinkwasser könnte deutlich teurer werden. Das haben Experten ausgerechnet. Demnach wird es in einigen Gegenden immer aufwändiger, das Wasser zu reinigen.

Das Wasser, das bei uns zu Hause aus dem Wasserhahn kommt, ist sehr sauber. Wir können es bedenkenlos trinken. Trinkwasser wird zumeist aus dem Grundwasser gewonnen. Das ist das Wasser tief unterhalb der Erdoberfläche. Wasserwerke reinigen es und pumpen es weiter in die Wasserhähne der Menschen. Die zahlen dafür Geld.

Doch die Wasserrechnung könnte bald höher ausfallen. Experten rechnen damit, dass Trinkwasser in vielen Gegenden in Deutschland deutlich teurer wird. Sie sagen, das liegt am Nitrat. Für Kraftwerke ist es immer aufwändiger, diesen Stoff aus dem Wasser zu filtern.

Nitrat ist für Pflanzen wichtig. Sie brauchen ihn, um wachsen zu können. Landwirte düngen ihre Felder daher mit Mist und Gülle. Darin ist Nitrat enthalten. Die Pflanzen nehmen den Stoff auf, aber nicht alles: Einen Teil spült der Regen auch ins Grundwasser.

Für Menschen ist der Stoff an sich nicht gefährlich. Wir nehmen ihn zum Beispiel auch auf, wenn wir Obst oder Gemüse essen. Im Körper aber kann er in Nitrit umgewandelt werden. Das wiederum kann die Krankheit Krebs auslösen. Es gibt darum Grenzwerte, wie viel Nitrat im Wasser sein darf.

Die Leute in den Wasserwerken wissen das. Sie reinigen das Wasser deshalb. Auch schauen sie, dass die Brunnen, aus denen sie Wasser holen, nicht in der Nähe von Feldern liegen. Für die Bauern gibt es zudem Regeln. Sie dürfen in bestimmten Gebieten nicht mehr so viel mit Nitrat düngen wie früher. Trotzdem gibt es in jedem vierten Grundwassergebiet zu viel von dem Stoff. Der Grenzwert wird überschritten. Gerade dort muss das Wasser besonders gründlich gefiltert werden, damit wir es trinken können.

Die Experten, die über das Wasser berichtet haben, arbeiten beim Umweltbundesamt. Sie haben ihre Büros in der Stadt Dessau-Roßlau. Das liegt im Bundesland Sachsen-Anhalt.

(AfK)

Eine Nachricht, ein Kommentar?


Moderiertes Forum

Sobald wir deinen Kommentar gelesen haben, werden wir ihn zu dem Artikel hinzufügen.

  • (Um einen Absatz einzufügen, einfach eine Zeile frei lassen.)

    Bitte nur sinnvolle Kommentare zum Thema des Artikels. Du darfst deine Meinung frei äußern. Was wir nicht erlauben sind Beschimpfungen anderer Seitenbesucher. Auch Adressdaten Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden wir nicht veröffentlichen. Außerdem erlauben wir nur Links zu anderen Kinderseiten.