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Nach Wahl keine eindeutige Mehrheit mehr: Theresa May will trotzdem weiter regieren

11. Juni 2017

So hatte sich Theresa May den Ausgang der Wahl sicher nicht vorgestellt: Ihre Conservative Party hat die Mehrheit im britischen Parlament verloren. Die Premierministerin will trotzdem weitermachen wie geplant.

Am Donnerstag hatten viele Briten ein Kreuzchen gemacht. Sie konnten ihr Parlament neu wählen. Regierungschefin Theresa May hatte im April überraschend entschieden, ihre Landsleute abstimmen zu lassen. Eigentlich war geplant, erst im Jahr 2020 wieder zu den Urnen zu gehen. Doch die Premierministerin hatte verschiedene Gründe, Neuwahlen anzusetzen: Sie hatte gehofft, dass ihre Partei im Parlament nach der Wahl stärker dastehen würde. Sie wollte ihre Kritiker zurückdrängen und sich mehr Rückenwind sichern für ihre Verhandlungen mit der Europäischen Union (abgekürzt: EU).

Denn die Menschen in Großbritannien hatten bereits 2016 eine wichtige Entscheidung getroffen. Sie wollen, dass ihr Land aus der EU austritt. Wenn die Menschen über den Ausstieg von Großbritannien aus der EU sprechen, dann nutzen sie das Wort "Brexit" dafür. Das ist ein sogenanntes Kofferwort. Es setzt sich aus den Wörtern "Britain" und "Exit" zusammen, also aus dem Landesnamen und dem Wort "Ausstieg". Um den "Brexit" umzusetzen, gilt es jedoch eine Menge zu regeln. Es wird sehr viel verhandelt werden müssen, denn die Länder der EU arbeiten an vielen Stellen zusammen. Sie machen gemeinsame Gesetze und wollen in Frieden zusammenleben. 28 Staaten gehören derzeit dazu.

Was sich Theresa May erhofft hatte, verwehrten ihr die Briten aber: Sie verlor ihre eindeutige Mehrheit im Parlament. Die stärkste Partei blieben die Tories dennoch. Daher fühlte sich die Regierungschefin im Amt bestätigt. Das teilte sie bei einem Besuch der Queen mit. So ist es Sitte in dem Land. Königin Elizabeth II. (ausgesprochen: die Zweite) ist das Staatsoberhaupt von Großbritannien.

Anschließend ließ Theresa May auch ihre Landleute und den Rest der Welt wissen, was sie nach der Wahl vorhat. Sie sagte, sie wird die Regierung bilden. Um gut regieren zu können, sicherte sie sich bereits die Unterstützung einer kleineren Partei, der sogenannten DUP. Auch bei den anstehenden Verhandlungen mit der EU will Theresa May wie geplant vorgehen. "Und nun lasst uns an die Arbeit gehen", sagte die alte und neue Regierungschefin am Freitag.

Großbritannien ist nicht allzu weit von uns weg. Wenn wir mit dem Flugzeug in die Hauptstadt London fliegen, dann sind wir gut eineinhalb Stunden unterwegs.

(AfK)

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