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Mehr als 200.000 Menschen protestieren in Venezuela

21. Mai 2017

Das Land Venezuela kommt nicht zur Ruhe. Am Wochenende haben mehr als 200.000 Menschen auf Straßen und Plätzen protestiert. Was ist da los?

Wer nach Venezuela will, muss mehr als zehneinhalb Stunden mit dem Flugzeug fliegen. Das Land liegt in Südamerika. Zurzeit aber raten Experten davon ab, nach Venezuela zu reisen. Dort gibt es große Probleme. Das Land hat hohe Schulden. Lebensmittel sind knapp und sehr teuer. Viele Menschen müssen hungern. Auch fehlt es an wichtiger Medizin.

Die Venezolaner wollen so nicht weitermachen. Sie fordern, dass sich etwas ändert. Sie gehen auf die Straßen und protestieren. Sie wollen ihren Präsidenten nicht mehr. Es soll neue Wahlen geben. Jemand anderes soll das Land leiten. Der Präsident von Venezuela heißt Nicolás Maduro. Seit dem Jahr 2013 ist er auf dem Posten.

Am Wochenende hat es in Venezuela wieder heftige Proteste gegeben. Allein in der Hauptstadt Caracas gingen mehr als 160.000 Menschen demonstrieren. Dabei blieb es nicht friedlich. Menschen warfen Steine und Brandsätze, Polizisten schossen mit Tränengas in die Menge. Wer das Gas abkriegt, bekommt mit den Augen Probleme. Der Stoff reizt die Augen, und die Menschen haben Schmerzen. Bei den Protesten in Venezuela wurden schon viele verletzt. Mehr als 40 Menschen sind in den vergangenen Monaten dabei gestorben.

Krawalle hat es jetzt auch in der Stadt Colonia Tovar gegeben. Soldaten rückten an und übernahmen die Kontrolle. Colonia Tovar ist ein besonderer Ort. Viele Fachwerkhäuser stehen dort. Es sieht aus wie in Deutschland. Das hängt damit zusammen, dass deutsche Auswanderer den Ort gegründet haben. Sie kamen vor mehr als 170 Jahren nach Südamerika. Ihre Bräuche und ihre deutsche Sprache haben sie bewahrt.

(AfK)

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