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Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt jahrelang in Armut

24. Oktober 2017

Viele Eltern in Deutschland müssen mit sehr wenig Geld auskommen. Die Kinder kriegen das zu spüren. Manchmal leben sie jahrelang in Armut.

Forscher haben untersucht, wie es Kinder in Deutschland geht. Um die meisten müssen sie sich keine Sorgen machen. Zwei von drei Kindern leben in Familien, die dauerhaft genug Geld haben. Sie können die Miete für eine große Wohnung zahlen oder leben in einem Haus. Es kommt gesundes Essen auf den Tisch, und auch Hobbys und Reisen sind drin.

Bei den anderen Mädchen und Jungen aber sieht es nicht so gut aus. Von 100 Kindern leben 21 über Jahre hinweg in Armut. Umgerechnet ist das jedes fünfte Kind. In Deutschland heißt das nicht, dass die Kinder kein Zuhause oder nichts zu essen haben. Doch ihre Eltern haben jeden Monat nur sehr wenig Geld im Portmonee. Die Kinder müssen auf vieles verzichten, das für ihre Freunde oder Klassenkameraden normal ist.

Weil nicht genug Geld da ist, wohnen die Familien oft in schlechten Wohnungen. Sie sind zu klein oder haben feuchte Wände. Mitunter haben die Menschen keine Waschmaschine oder keinen Computer, mit dem sie im Internet surfen können. Sie können nicht einfach so mit anderen etwas unternehmen. Kinokarten sind zu teuer für sie. Auch reichen die Euros nicht, um Freunde nach Hause zum Essen einzuladen. Am Ende des Monats bleibt den Familien kein Geld übrig, das sie für später sparen können.

Dir Forscher sagen, dass dies oft Kinder erleben, die entweder bei ihrer Mama oder ihrem Papa aufwachsen. Zudem wird das Geld eher in Familien mit drei oder mehr Kindern knapp. Es hängt aber auch daran, was die Eltern gelernt haben und wie viel sie damit Monat für Monat verdienen können. Für die Forscher gelten Familien zum Beispiel als arm, wenn sie nur etwa halb so viel Geld haben wie andere Familien im Schnitt. In Armut lebt für die Fachleute auch, wer das sogenannte „Hartz-IV“-Geld vom Staat bekommt.

Die Zahlen haben die Forscher über fünf Jahre gesammelt. Immer wieder haben sie sich Haushalte angeguckt, in denen Kinder leben. So wissen sie über fast 3.200 Mädchen und Jungen Bescheid. Die Forscher haben ihre Untersuchung für die Bertelsmann-Stiftung gemacht.

(AfK)

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