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Erpressungs-Trojaner legt Computer lahm

15. Mai 2017

Leere Anzeigetafeln in vielen Bahnhöfen: Die Deutsche Bahn und zahlreiche andere Unternehmen haben am Wochenende mit Computerproblemen gekämpft. Was war da los?

Die Firmen sind von einem Trojaner attackiert worden. Das ist ein Computerprogramm, das Schaden anrichtet. Das Wort Trojaner kommt von einer alten Sage. In der gelangten griechische Soldaten mit einer List in die Stadt Troja. Sie bauten ein riesiges hölzernes Pferd, versteckten sich darin und ließen es vor den Stadttoren aufstellen. Die Einwohner von Troja dachten an nichts Böses und holten das Pferd in die Stadt - und damit auch die feindlichen Soldaten. So ähnlich arbeitet auch ein Trojaner-Computerprogramm. Es tarnt sich als ein harmloses Programm oder arbeitet heimlich, ohne dass der Computerbesitzer es merkt.

Die Deutsche Bahn und Unternehmen in vielen anderen Ländern haben am Wochenende zu tun gehabt, weil ein Trojaner sich eingeschlichen hatte. Reisende konnten auf digitalen Anzeigetafeln nichts sehen. Normalerweise erfahren sie dort, wann der nächste Zug fährt. In Großbritannien gab es zudem Schwierigkeiten in Krankenhäusern. Operationen mussten abgesagt werden. Ärzte kamen nicht an Laboruntersuchungen. Röntgenbilder konnten nicht aufgerufen werden.

Doch warum das alles? Experten sagen, hinter dem Trojaner stecken Kriminelle. Sie forderten Geld dafür, dass die Computer wieder normal arbeiten. 300 Dollar sollten pro Gerät gezahlt werden. Es handelte sich also um eine Art Erpressung.

Solche Trojaner machen Menschen und Firmen immer wieder zu schaffen. Sie gelangen zum Beispiel auf Computer, wenn die Menschen Anhänge einer Mail öffnen oder in Mails auf harmlos wirkende Links klicken. Experten empfehlen, nicht zu zahlen. Denn es gibt keine Sicherheit, dass die Computer wieder gesäubert werden und dann richtig funktionieren.

Der jetzt für Ärger sorgende Trojaner soll Umwege wie Mails nicht brauchen. Er kann andere Computer direkt über das Internet befallen, heißt es.

(AfK)

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