Direct access to content Direct access to navigation
News4Kids - Nachrichten und Wissen für Kinder und Jugendliche
Suchen

Deutsche Politiker beschließen Pkw-Maut

25. März 2017

Freitag war ein Freudentag für den deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt: Die Pkw-Maut wurde beschlossen. Künftig sollen Autofahrer in Deutschland zahlen, wenn sie Autobahnen oder Bundesstraßen nutzen. Seit Jahren hatten deutsche Politiker über die Idee gestritten.

Immer wieder haben die deutschen Politiker verhandelt und ihre Vorschläge geändert, um sich zu einigen. Über die Pkw-Maut wird schon seit Jahren diskutiert. 2015 dachten die Politiker, endlich die Lösung gefunden zu haben. Doch dann gab es Ärger mit der Europäischen Union (abgekürzt: EU). Das Staatenbündnis, in dem sich 28 europäische Länder auf gemeinsame Regeln einigen, fand die Idee aus Deutschland ungerecht. Der Chef der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, sagte: Das Gesetz verstößt gegen die Regeln der EU und benachteiligt Ausländer in Deutschland. Deshalb ging er gegen die deutsche Pkw-Maut vor. Besonders Politiker der Partei CSU im Bundesland Bayern regten sich darüber auf, denn ihnen war die Maut sehr wichtig. Auch Alexander Dobrindt gehört zur Partei CSU.

Am Freitag lobte er nun die Einigung im deutschen Parlament. Der Verkehrsminister nannte die Pkw-Maut "fair, sinnvoll und gerecht". Mit dem Geld, das die Autofahrer in die Kasse spülen, sollen Bauarbeiten an deutschen Straßen bezahlt werden. Andere Politiker sind aber nicht so begeistert. Die Kritiker des Gesetzes sagen, dass die Pkw-Maut das versprochene Geld gar nicht einbringt. Die Gegner befürchten zudem, dass das Gesetz immer noch bestimmte Leute benachteiligt. Die Politiker der großen Partei SPD stimmten zwar für das Gesetz und brachten es mit auf den Weg, sagten aber auch: "Die SPD ist kein Freund der Pkw-Maut." Sie wollten nur den Verkehrsminister nicht hängen lassen, hieß es.

Nun muss Alexander Dobrindt noch eine Hürde schaffen. Denn auch der Bundesrat, wo die höchsten Politiker der Bundesländer zusammensitzen, muss noch über das Gesetz abstimmen. Erst wenn von dort das Okay kommt und niemand das Gesetz vor Gericht stoppt, tritt die Änderung auf deutschen Straßen in Kraft.

(AfK)

Eine Nachricht, ein Kommentar?


Moderiertes Forum

Sobald wir deinen Kommentar gelesen haben, werden wir ihn zu dem Artikel hinzufügen.

  • (Um einen Absatz einzufügen, einfach eine Zeile frei lassen.)

    Bitte nur sinnvolle Kommentare zum Thema des Artikels. Du darfst deine Meinung frei äußern. Was wir nicht erlauben sind Beschimpfungen anderer Seitenbesucher. Auch Adressdaten Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden wir nicht veröffentlichen. Außerdem erlauben wir nur Links zu anderen Kinderseiten.