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Niedriger Milchpreis macht Bauern zu schaffen

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Kühe in einer Melkanlage. Mit der Hand wird heute nicht mehr gemolken. (Bild: Шатилло Г.В., Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

17. Mai 2016

Milchbauer zu sein, lohnt sich in Deutschland kaum noch. Jetzt sind die Preise erneut gefallen.

Milchbauern liefern ihre Milch an Molkereien. Dort wird sie dann verarbeitet. Sie wird haltbar gemacht und abgepackt, damit sie an die Läden geliefert werden kann. Aus Milch wird auch Käse oder Joghurt hergestellt. Für viele Produkte ist sie die wichtigste Zutat.

Die Bauern in Deutschland haben derzeit aber keine Freude an der Milch. Zwar müssen sie Tag für Tag in den Stall, damit ihre Kühe genügend zu fressen haben, sauber und gesund leben. Doch die Arbeit lohnt sich für sie nicht mehr, denn für die Milch wird immer weniger Geld gezahlt.

Bauern bekommen derzeit erstmals weniger als 20 Cent für ein Kilogramm Frischmilch. In manchen Regionen gibt es nur noch 18 oder 19 Cent. Die Bauern können damit ihre Kosten nicht decken. Wenn sie ihre Rechnungen zahlen, dann machen sie Miese. Die Preise müssten höher sein, damit die Bauern über die Runden kommen können.

Es gibt zu viel Milch

Der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt will über diese Krise sprechen. Ende des Monats sollen Politiker, Vertreter der Bauern und der Molkereien zusammenkommen und beraten. Es kann sein, dass die Landwirte mit Staatsgeld unterstützt werden. 60 bis 100 Millionen Euro könnten an sie fließen, damit sie weitermachen können.

Doch warum sind die Milchpreise so niedrig? Die Bauern produzieren zu viel Milch, dadurch fallen die Preise. Die Bauern selbst geben zudem den großen Supermarktketten die Schuld an der Misere. Aldi, Lidl, Norma und Rewe hatten in der vergangenen Woche erneut den Preis für die Milch gesenkt, damit die Menschen bei ihnen kaufen. Für die Bauern bleibt damit immer weniger übrig.

(AfK)

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