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Die Blindschleiche ist das "Reptil des Jahres"

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Eine Blindschleiche im Moos. Der glänzende Körper ist gut zu erkennen. (Bild: Viridiflavus, Wikimedia, CC BY 3.0)

22. November 2016

Viele Menschen erschrecken, wenn sie eine Blindschleiche sehen. Doch dafür besteht kein Grund.

Die Blindschleiche ist zum "Reptil des Jahres 2017" erklärt worden. Doch warum? Nun, vor allem sind die Tiere wirklich faszinierend. Sie sehen aus wie Schlangen, sind aber eigentlich Echsen. Anders als die meisten Echsenarten haben sie jedoch keine Beine und werden daher oft für eine Schlange gehalten.

Die Blindschleiche ist sehr anpassungsfähig. In Deutschland kommt sie fast überall vor und gilt nicht als gefährdet. Allerdings geht ihre Zahl an vielen Orten zurück. Durch Straßen oder Häuser wird ihr Lebensraum zerstört.

Blindschleichen mögen lichte Wälder und Waldränder. Aber auch auf Streuobstwiesen, in Gärten, Parks oder Straßenböschungen leben sie. Im Garten sind sie sehr nützlich, denn neben Regenwürmern, Insekten, Asseln und Spinnen fressen sie besonders gerne Nacktschnecken.

Der Name "Blindschleiche" ist übrigens sehr irreführend, denn sie ist gar nicht blind. Der Begriff stammt von dem althochdeutschen Wort "Plint" für blendend und spielt auf den Glanz ihres Körpers an.

(AfK)

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