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Trauer um früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker

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Richard von Weizsäcker war zehn Jahre lang deutsches Staatsoberhaupt. (Bild: A.Savin, Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

1. Februar 2015

Der frühere deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker ist tot. Er starb mit 94 Jahren in Berlin. Viele Menschen trauern nun um ihn.

Der Bundespräsident ist das deutsche Staatsoberhaupt. Er reist viel in andere Länder und spricht mit den Politikern dort. Er repräsentiert also unser Land. Zudem passt er auf, dass die Politik der Regierung gut für die Menschen in Deutschland ist. Jedes Gesetz muss der Bundespräsident unterschreiben, damit es gültig ist. Außerdem ernennt er die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler und die Minister in der Regierung.

Richard von Weizsäcker war von 1984 bis 1994 Bundespräsident. Viele Deutsche finden, dass er seinen Job damals sehr gut gemacht hat. Andere Bundespräsidenten nach ihm mussten sich an ihm messen lassen. Besonders in Erinnerung geblieben ist eine Rede, die Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 gehalten hatte.

Kriegsende war ein "Tag der Befreiung"

Damals war der Zweite Weltkrieg genau 40 Jahre vorüber. In der Rede setzte sich Richard von Weizsäcker mit den Verbrechen auseinander, die Deutschland zu verantworten hat. Während des Zweiten Weltkriegs starben Millionen Menschen - nur, weil sie Juden waren. Adolf Hitler und seine Anhänger ließen sie umbringen.

Richard von Weizsäcker sagte 40 Jahre später, dass der 8. Mai 1945 ein "Tag der Befreiung" - nicht der Niederlage - war. Damals brach die Herrschaft von Adolf Hitler und seinen Anhängern zusammen. Richard von Weizsäcker sagte, der 8. Mai 1945 war das Ende eines Irrweges. Für die Menschen in Deutschland war diese Rede damals sehr wichtig.

Briefe an Weizsäckers Familie

Heute ist Joachim Gauck Bundespräsident von Deutschland. Er hat der Frau von Richard von Weizsäcker einen Brief geschrieben. Darin steht: "Die Nachricht erfüllt mich mit tiefer Trauer. Wir verlieren einen großartigen Menschen und ein herausragendes Staatsoberhaupt. Richard von Weizsäcker hat das Amt des Bundespräsidenten auf bleibende Weise geprägt."

Auch andere Politiker sagten, dass sie traurig sind. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel teilte mit: "Wir bleiben dankbar, einen solchen Bundespräsidenten, einen solchen Mann an der Spitze unseres Staates gehabt zu haben."

Am 11. Februar soll es für den früheren Bundespräsidenten einen Staatsakt geben. Außerdem liegt ein Buch im Schloss Bellevue aus, in das sich Menschen eintragen können. Sie können Worte an die Familie von Richard von Weizsäcker richten. Im Schloss Bellevue hat der Bundespräsident seine Arbeitsräume.

(AfK)

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