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Riesiger Trauermarsch in Paris

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Mehr als eine Million Menschen nahmen in Paris an dem Trauermarsch teil. (Bild: Poulpy, Wikimedia, CC BY-SA 4.0)

12. Januar 2015

Mehr als eine Million Menschen sind am Sonntag in der französischen Hauptstadt auf die Straße gegangen. Sie erinnerten an die Opfer des Terroranschlags und der Geiselnahmen in Paris.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel war dabei, als hunderttausende Menschen in Paris ein Zeichen für Zusammenhalt setzten, nachdem die Stadt von schlimmen Anschlägen erschüttert wurde. Schulter an Schulter liefen die Menschen am Sonntagnachmittag durch die französische Hauptstadt. Sie kamen aus vielen Ländern der Erde, um zu zeigen, dass sie Terroristen keine Chance geben wollen.

Manche der Teilnehmer hatten die französische Flagge dabei, um an wichtige Werte wie Freiheit und Gleichheit zu erinnern. Sie wollten zeigen: Wir werden auch in Zukunft unsere Meinung frei äußern und uns nicht von anderen davon abhalten lassen, selbst wenn sie uns bedrohen.

Tatsächlich wurden in Paris Menschen bedroht und sogar getötet, weil sie eine Meinung öffentlich machten, die einigen nicht passte. Die Journalisten der Zeitung "Charlie Hebdo" waren von zwei bewaffneten Männern überfallen worden. Zwölf Menschen verloren bei dem Anschlag ihr Leben. Später wurde deutlich, dass die Männer aus Rache um sich geschossen hatten. Sie waren außer sich vor Wut, weil die Zeitung "Charlie Hebdo" spöttische Zeichnungen über den Propheten Mohammed veröffentlicht hatte.

"Charlie Hebdo" ist ein Satire-Blatt. Das bedeutet, dass die Journalisten dort anders arbeiten, als es in normalen Zeitungen üblich ist. Sie übertreiben und spotten über die Dinge, die sie falsch finden. Dabei geht es ihnen darum, andere Menschen zum Nachdenken anzuregen. Für Satire gelten besondere Regeln. Übertreibungen und bissige Witze sind erlaubt, um Kritik zu äußern. Die Zeitung "Charlie Hebdo" wollte Kritik an der Religion Islam äußern. Deshalb druckten die Journalisten spöttische Zeichnungen von Mohammed ab, der von Anhängern der Religion Islam als Prophet verehrt wird.

Auch wenn so ein Spott manchen nicht passt - jeder Mensch muss seine Meinung frei äußern dürfen, auch mit Satire. Das war die Botschaft der Menschen, die am Sonntag auf den Straßen von Paris demonstrierten. An dem Protest nahm auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Sie reiste gemeinsam mit deutschen Spitzenpolitikern nach Paris, um sich dem Marsch anzuschließen. Aus zahlreichen Ländern der Erde reisten Regierungschefs an, um zu zeigen, dass sie zu Frankreich halten und mit den Menschen um die getöteten Journalisten trauern. Einige von ihnen demonstrierten gemeinsam, obwohl ihre Länder Konflikte miteinander haben.

(AfK)


Eure Meinung dazu:

von joni 11 15. Januar 2015

das ist nicht sehr schön das sowas in der welt überhaupt passiert,sehr sehr traurig

von jojo04 12. Januar 2015

ich finde es traurig das manche Leute so Anschläge machen.Sie sollten sich mal vorstellen wie es für die Leute ist, die dort wohen. Oder vor allen dingen die, die bei denn Anschlägen verletzt oder gar ums Leben geckommen sind. Wie traurig für die Angehörigen.

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