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Proteste nach schlimmem Anschlag in Ankara

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Der Anschlag ereignete sich am Hauptbahnhof von Ankara. (Bild: Fah112778, Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

12. Oktober 2015

In der Türkei sind am Wochenende bei einer Friedensdemonstration zwei Bomben explodiert. Rund 100 Menschen überlebten den Anschlag nicht. Nun ist das Land in Aufruhr.

Die Menschen in der türkischen Hauptstadt Ankara wollten ein friedliches Zeichen setzten: Sie demonstrierten für eine Versöhnung zwischen Türken und Kurden. Denn in den vergangenen Wochen ist es wieder zu Gewalt zwischen den beiden Volksgruppen gekommen. Kurdische Rebellen und die türkische Armee bekämpften sich gegenseitig.

Damit sollte endlich Schluss sein, fanden die Menschen, die am Wochenende in Ankara auf die Straße gingen. Sie wollten, dass wieder Ruhe herrscht in ihrem Land. Sie sangen und tanzten, um die Menschen auf ein friedliches Zusammenleben einzustimmen.

Doch noch bevor sie ihre Demonstration starten konnten, wurden sie selbst Opfer von Gewalt: Zwei Bomben explodierten an dem Ort, wo sich die Demonstranten versammelt hatten. Etwa 100 Menschen kamen dabei ums Leben, mehrere Hundert wurden verletzt.

Wer steckt hinter der Tat?

Der Präsident des Landes zeigte sich nach dem Anschlag empört. Recep Tayyip Erdogan schrieb auf der Internetplattform Twitter, dass er den Terroranschlag in Ankara abscheulich findet und verurteilt. Einige Menschen aber halten das für Heuchelei.

Nach den Anschlägen gab es viele Proteste in der Türkei. Manche Leute glauben, dass möglicherweise die Partei von Präsident Erdogan hinter den Bombenangriffen steckt. Die Regierungspartei AKP hat an Macht verloren. Andere Kräfte, die für Frieden zwischen Türken und Kurden sind, werden dagegen stärker. Einige Menschen glauben nun, dass die Partei des Präsidenten absichtlich neuen Hass schürt.

Wer für die Anschläge verantwortlich ist, soll nun geklärt werden. Während die verletzten Menschen von Ärzten versorgt werden, sind Ermittler im Einsatz, um die Schuldigen zu finden. Auch die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gehört zu den Verdächtigen.

(AfK)

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