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Protest gegen Flüchtlingsheim endet in Gewalt

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Die Stadt Heidenau liegt in Sachsen und hat rund 16.000 Einwohner.

23. August 2015

Gewalt gegen Ausländer und Polizisten: Viele Menschen in Deutschland sind entsetzt über die Ereignisse in der Stadt Heidenau am Wochenende. Was ist da los?

Die Stadt Heidenau im Sachsen hat Flüchtlinge aufgenommen. Sie mussten ihre Heimat verlassen, um vor Krieg, Verfolgung oder Hunger zu fliehen. Sie wollten sich mit der Reise nach Deutschland in Sicherheit bringen. In Heidenau wurden sie in einem ehemaligen Baumarkt untergebracht. Auch Familien mit Kindern sind dabei.

Doch sicher fühlen sich die Flüchtlinge in Heidenau nicht. Denn seitdem klar ist, dass sie in dem Gebäude wohnen sollen, reißen die Proteste dagegen nicht ab. Menschen, die Fremden gegenüber feindlich gesinnt sind, protestieren gegen das Aufnahmelager. Vor allem Rechtsradikale haben sich am Wochenende vor dem Flüchtlingsheim versammelt.

Die Neonazis behaupten, dass Deutsche besser sind als Menschen aus anderen Ländern. Sie schüren den Hass gegen die, die in ihrer Not zu uns flüchten. In der Nacht zu Samstag griffen die Demonstranten Polizisten an, die vor dem Aufnahmelager aufgestellt waren. Sie sollten die Flüchtlinge schützen, wurden dann aber selbst von den Rechtsradikalen angegriffen.

Die Polizisten konnten die Randalierer jedoch zurückdrängen und die Flüchtlinge beschützen. Sie waren auf mögliche Gewalt eingestellt. Denn schon am Tag zuvor hatten fremdenfeindliche Menschen versucht, die Ankunft der Flüchtlinge zu verhindern. Es kam zu Auseinandersetzungen auf der Straße, bei denen zahlreiche Menschen verletzt wurden. Die Rechtsextremisten bewarfen die Polizisten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern.

Es gibt aber nicht nur ausländerfeindliche Demonstranten in Heidenau. Einige gehen auch auf die Straße, um zu zeigen, dass sie zu den Flüchtlingen halten. Der Bürgermeister der Stadt macht sich Sorgen und bittet die Menschen in Heidenau um Hilfe. Auf Facebook schreibt er: "Ich rufe daher alle Bürgerinnen und Bürger zu Besonnenheit auf und bitte Sie um Zeichen der Solidarität mit den bereits in Heidenau befindlichen Flüchtlingen und mit denen, die in den nächsten Tagen im ehemaligen Praktiker Baumarkt eine erste Zwischenstation auf ihrer beschwerlichen Flucht finden sollen."

(AfK)

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