Direct access to content Direct access to navigation
News4Kids - Nachrichten und Wissen für Kinder und Jugendliche
Suchen

Muslimische Mädchen müssen zum Schwimmunterricht

JPEG - 35.6 kB
Auch muslimische Schülerinnen müssen am Schwimmunterricht teilnehmen. (Bild: David Mark, Pixabay)

11. Januar 2017

Dürfen Schüler wegen ihres Glaubens Unterrichtsstunden schwänzen? Dazu gab es nun ein Gerichtsurteil.

Viele Muslime befolgen strenge Bekleidungsvorschriften. Für Frauen und Mädchen gilt dann zum Beispiel, dass sie sich verschleiern sollen. Die Haare oder sogar der gesamte Körper sollen verborgen werden. Außerdem finden es viele Muslime nicht gut, wenn Jungen und Mädchen zusammen unterrichtet werden. Vor allem der gemeinsame Schwimmunterricht sorgt immer wieder für Diskussionen. Jetzt hat ein Gericht ein wichtiges Urteil dazu gefällt.

Schweizer Eltern mit türkischen Wurzeln wollten nicht, dass ihre Töchter am Schwimmunterricht teilnehmen. Ihrer Meinung nach verstoße es gegen den Islam, wenn sie dort andere Schüler nur in Badesachen sehen müssten. Weil ihre Kinder nicht an dem Unterricht teilnahmen, mussten die Eltern Strafen bezahlen. Dagegen wollten sie sich vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof wehren. Doch der gab stattdessen den Schulbehörden Recht.

Laut dem Gericht ist der Unterricht wichtiger als die religiöse Meinung der Eltern. Die Schule und auch der gemeinsame Schwimmunterricht seien notwendig für die Integration. Die Kinder sollen nicht nur schwimmen lernen, sondern auch wie man in dem Land lebt und sich verhält. In Deutschland hatte bereits vor drei Jahren ein Gericht gesagt, dass gemeinsamer Schwimmunterricht von Jungen und Mädchen von den Eltern nicht verhindert werden kann.

Eine Nachricht, ein Kommentar?


Moderiertes Forum

Sobald wir deinen Kommentar gelesen haben, werden wir ihn zu dem Artikel hinzufügen.

  • (Um einen Absatz einzufügen, einfach eine Zeile frei lassen.)

    Bitte nur sinnvolle Kommentare zum Thema des Artikels. Du darfst deine Meinung frei äußern. Was wir nicht erlauben sind Beschimpfungen anderer Seitenbesucher. Auch Adressdaten Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden wir nicht veröffentlichen. Außerdem erlauben wir nur Links zu anderen Kinderseiten.