Direct access to content Direct access to navigation
News4Kids - Nachrichten und Wissen für Kinder und Jugendliche
Suchen

Kritik an Abstimmung in der Schweiz

JPEG - 8.2 kB
Die Schweizer wollen lieber unter sich bleiben. Ausländer sollen nicht mehr so einfach dorthin ziehen können. (Bild: Wikimedia)

10. Februar 2014

Die Schweiz muss sich zurzeit ordentlich Kritik anhören. Politiker in vielen Ländern ärgern sich über sie. Bei einer Abstimmung am Sonntag entschieden die Menschen dort, dass nicht mehr so viele Ausländer zu ihnen kommen dürfen.

Die Schweiz ist ein Nachbar von Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Auch an Italien und Frankreich grenzt der Staat an. Gesprochen wird in der Schweiz nicht nur Deutsch. Die Schweizer reden auch auf Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Am Sonntag gab es in der Schweiz eine sogenannte Volksabstimmung. Bei einer Volksabstimmung dürfen die Erwachsenen im Land überlegen, ob sie für oder gegen etwas sind. Sie können mit "Ja" oder "Nein" stimmen. In der Schweiz ging es am Sonntag um die Frage, ob Ausländer unbegrenzt ins Land kommen dürfen.

In der Schweiz leben viele Ausländer. Deutsche zum Beispiel sind in das Land gezogen, um dort zu arbeiten. Sie sind gut ausgebildet und haben sich dort einen Job gesucht. Jeder Vierte in dem Land hat inzwischen ausländische Wurzeln. Der Schweizer Volkspartei (abgekürzt: SVP) gefällt das nicht. Daher hat sie die Volksabstimmung angezettelt. Die Menschen in dem Land durften sagen, was sie über die Zuwanderung aus anderen Ländern denken.

Das Ergebnis war ganz knapp, dennoch hat eine Mehrheit dafür gestimmt, dass es künftig strengere Regeln geben soll. Menschen aus anderen Ländern sollen nicht mehr einfach so in die Schweiz kommen können. Es sollen Zahlen festgelegt werden, wie viele Menschen höchstens zuwandern können. Außerdem sollen Schweizer Firmen künftig erst schauen müssen, ob sie einen Schweizer für einen Job finden.

Die Schweiz erntet für das Abstimmungsergebnis viel Kritik. Viele Politiker finden es nicht gut, sich so abzuschotten. In der Europäischen Union (abgekürzt: EU) können die Menschen frei entscheiden, wo sie leben und arbeiten wollen.

Seit 2002 durften auch in die Schweiz einfach Menschen aus der EU kommen, um dort zu arbeiten. Es gab keine Einschränkungen, obwohl die Schweiz nicht zur EU gehört. Nun soll das anders werden, weil die Menschen in der Schweiz das so entschieden haben. Es heißt, dass etliche Schweizer Nachteile wegen der vielen Ausländer sehen. Wohnen ist teurer geworden. Auf Autobahnen geht es langsamer voran, und auch die Züge sind oft voll.

Viele sagen: Die Entscheidung wird der Schweiz nicht guttun. Denn das Land braucht Menschen, die gut ausgebildet sind. Nachdem am Sonntag das Abstimmungsergebnis da war, sind in der Schweiz viele Menschen auf die Straßen gegangen. Sie haben protestiert, weil sie mit dem Ergebnis nicht einverstanden waren.

(AfK)


Eure Meinung dazu:

von Rebecca 15. Februar 2014

Ich bin nicht dafür, dass beschränkt Ausländer arbeiten dürfen und ich wohne in der Schweiz.

Eine Nachricht, ein Kommentar?


Moderiertes Forum

Sobald wir deinen Kommentar gelesen haben, werden wir ihn zu dem Artikel hinzufügen.

  • (Um einen Absatz einzufügen, einfach eine Zeile frei lassen.)

    Bitte nur sinnvolle Kommentare zum Thema des Artikels. Du darfst deine Meinung frei äußern. Was wir nicht erlauben sind Beschimpfungen anderer Seitenbesucher. Auch Adressdaten Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden wir nicht veröffentlichen. Außerdem erlauben wir nur Links zu anderen Kinderseiten.