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"Gutmensch" ist das Unwort des Jahres

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Menschen, die Flüchtlinge willkommen heißen, sind in den Augen mancher "Gutmenschen". (Bild: Dirk Ingo Franke, Wikimedia, CC BY 3.0)

12. Januar 2016

Jedes Jahr wählen Sprachexperten ein Wort, das ihrer Meinung nach besonders schlecht ist. Diesmal hat es mit Flüchtlingen zu tun.

Sprachforscher wählen das "Unwort des Jahres", damit die Menschen über ihre Sprache nachdenken. Sie wollen, dass sich die Erwachsenen gut ausdrücken. Dazu gehört auch, dass Wörter nicht unbedacht gesagt werden. Es gibt nämlich Wörter, die andere Menschen verletzen können. Das ist ein bisschen so wie bei Schimpfwörtern. Außerdem gibt es Wörter, die nicht genau das sagen, was damit gemeint ist. Sie machen Sachen beispielsweise schöner, als sie sind. Oder sie sind einfach irreführend.

Am Dienstag haben die Sprachexperten gesagt, welches Wort 2015 besonders schlecht gewählt war. Es ist das Wort "Gutmensch". Damit wurden in den vergangenen Monaten Menschen bezeichnet, die sich für Flüchtlinge stark gemacht hatten. Das waren zum Beispiel Freiwillige, die sich um die Neuankömmlinge gekümmert haben. Sie haben ihnen geholfen, sich bei uns zurechtzufinden. Und sie haben sie mit Essen oder Kleidung versorgt. Aber auch Menschen, die einfach nur gut über Flüchtlinge geredet haben, wurden mitunter als "Gutmensch" bezeichnet.

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Die Leute, die das Unwort des Jahres küren, sagen: Wenn die ehrenamtlichen Helfer als "Gutmenschen" bezeichnet werden, dann schwingt ein Vorwurf darin mit. Ihre Hilfsbereitschaft wird als naiv, weltfremd oder dumm abgestempelt. Dass die Menschen sich für andere einsetzen und ihnen helfen, wird somit schlecht gemacht. Und das ist nach Meinung der Sprachforscher nicht in Ordnung.

(AfK)

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