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Erbitterter Machtkampf in der Türkei

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Blick auf Istanbul und die Brücke über den Bosporus. (Bild: KLMircea, Flickr, CC BY-SA 2.0)

17. Juli 2016

In der Türkei gab es einen Putschversuch. Noch immer ist die Unruhe groß. Was ist da los?

In der Türkei haben Soldaten am Freitagabend einen Militärputsch versucht. Sie wollten die Regierung stürzen. Mitunter finden Gruppen, dass die Regierung ihre Arbeit nicht gut macht. Manchmal versuchen sie dann, die Politiker mit Gewalt zu vertreiben, das wird Staatsstreich genannt. Kommt dieser Angriff von der Armee, dann ist von einem Militärputsch die Rede.

Am Freitagabend kamen Meldungen, dass Soldaten in der Türkei versuchen, die Macht an sich zu reißen. Sie wollten Präsident Recep Tayyip Erdogan und die Regierung vertreiben. Soldaten sperrten Brücken, Panzer fuhren durch die Straßen.

Viel Kritik am Putschversuch

Zu Beginn war nicht klar, was genau im Land vor sich geht. Nach und nach kamen dann immer mehr Informationen. Auch Recep Tayyip Erdogan meldete sich zu Wort. Der Präsident rief die Menschen auf, sich gegen die Soldaten zu stellen, zu protestieren und sich auf Plätzen zu versammeln. Das taten viele dann auch.

Der Militärputsch in der Türkei konnte abgewendet werden. Präsident Erdogan und die Regierung sind weiter im Amt. Politiker anderer Länder verurteilten den Angriff. Denn in der Türkei haben die Menschen ihre Politiker gewählt. Sie sind zurecht im Amt. Soll neu darüber bestimmt werden, muss es Wahlen geben.

Erdogan nützt der Putschversuch

Recep Tayyip Erdogan hat gesagt, dass die, die gegen ihn aufbegehrt haben, harte Strafen bekommen werden. Tausende Menschen wurden inzwischen verhaftet, viele weitere wurden aus ihren Ämtern geworfen. Viele meinen, dass die Soldaten mit ihrem Putschversuch Präsident Erdogan zu noch mehr Macht verholfen haben. Manche fragen auch, ob Erdogan nicht selbst hinter dem Angriff stecken könnte. Sie kritisieren, dass offenbar auch friedliche Gegner des Präsidenten verhaftet werden.

Dem türkischen Präsidenten wird schon länger vorgeworfen, seine Macht mehr und mehr auszubauen und bestimmte Rechte nicht zu achten. So ist es zum Beispiel um die Meinungsfreiheit in dem Land schlecht bestellt. Wer sagt, was er denkt, muss Ärger fürchten.

(AfK)

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