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Briten stimmen für den "Brexit"

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EU oder nicht? Darüber wurde in Großbritannien abgestimmt. (Bild: Pixabay / Alexandra)

24. Juni 2016

Es steht fest: Großbritannien verlässt die EU. Die Entscheidung sorgt weltweit für Wirbel.

Am Freitagmorgen stand es fest: Die Mehrheit der Briten hat für den "Brexit" gestimmt. 52 Prozent waren in der Abstimmung am Donnerstag gegen die weitere Mitgliedschaft von Großbritannien in der Europäischen Union (EU), 48 Prozent sprachen sich dafür aus. Die Befürworter des "Brexit" jubeln nun, doch zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt sind geschockt. Auch der britische Premierminister David Cameron ist nicht froh darüber, dabei hatte er sogar selbst die Idee für die Volksbefragung.

Cameron war mit vielen Dingen in der Europäischen Union nicht einverstanden und forderte deshalb Änderungen. Im Gegenzug wollte er sich dafür einsetzen, dass die Briten für die EU stimmen. Mit der Volksbefragung wollte er also Druck ausüben. Doch sein Plan ging nicht auf. Obwohl er die Briten von der Europäischen Union überzeugen wollte, entschieden sie sich nun gegen sie.

Am Freitag zog David Cameron nun Konsequenzen und kündigte seinen Rücktritt an. Spätestens im Oktober soll Großbritannien einen neuen Regierungschef bekommen. In den kommenden Wochen und Monaten will der Politiker noch dafür sorgen, dass sich die Wogen in seiner Heimat glätten. Aber: "Wir sollten darauf abzielen, im Oktober einen neuen Premierminister zu haben", sagte er.

Der Austritt sorgt für Wirbel

Auch in anderen Ländern sorgte die Nachricht für Aufregung. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dass sie die Entscheidung bedauere. Ähnlich äußerte sich der französische Regierungschef François Hollande. Auch in der Wirtschaft sorgte die Nachricht für Tumulte. Die Währung in Großbritannien, das britische Pfund, verlor stark an Wert. Das heißt, die Menschen bekommen weniger für ihr Geld.

Neben Großbritannien gehören 27 weitere Staaten der EU an. Auch Deutschland ist dabei. Doch wie soll es nun weitergehen? Genau sagen kann das niemand. Fest steht, dass Großbritannien nicht sofort aus der EU austreten wird. Erst muss ein Ausstiegsvertrag ausgehandelt werden. Und David Cameron muss offiziell den Austritt seines Landes aus der EU beantragen.

Der "Brexit" könnte auch noch ganz andere Folgen haben. In Schottland haben sich die meisten Menschen für die EU ausgesprochen. Der nördliche Landesteil könnte bald ebenfalls eine Volksbefragung machen. Die Menschen würden dann abstimmen, ob sie weiter zu Großbritannien gehören wollen. So eine Abstimmung gab es dort schon einmal. Damals wollten die meisten Menschen bei Großbritannien bleiben. Diesmal könnte die Abstimmung ganz anders ausgehen.

(AfK)

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