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Bekommt Griechenland die Drachme zurück?

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So sah ein 50-Drachme-Schein in Griechenland aus, bevor der Staat den Euro bekam. (Bild: Wikimedia)

4. Januar 2015

Vor dem Euro haben die Menschen in Griechenland mit der Drachme bezahlt. Die deutsche Regierung hält es nun für denkbar, dass der Staat zu der Währung zurückkehrt. Warum?

Griechenland liegt in Südosteuropa. Politiker haben sich lange Zeit große Sorgen um das Land gemacht. Denn der Staat hatte Schulden angehäuft. Es wurden so viele, dass er mit eigener Kraft nicht mehr über die Runden kam. Andere Länder in Europa griffen den Griechen unter die Arme. Der Staat bekam günstige Kredite, und es wurden ihm Schulden erlassen. Dafür wurde ihm auferlegt, hart zu sparen. Die Politiker wollten so den Euro schützen. Sie hatten Angst, dass er an Wert verlieren könnte.

Der Euro ist eine Gemeinschaftswährung, das heißt, dass wir damit in vielen Ländern Europas zahlen können. Die Menschen müssen kein Geld tauschen, wenn sie über die Grenze fahren. Sie können in Italien, Spanien oder Griechenland beispielsweise genauso zahlen wie in Frankreich oder Belgien. Der Euro gilt inzwischen in 19 Ländern der Europäischen Union (abgekürzt: EU). Weil Griechenland und andere Staaten derart mit ihren Schulden kämpften, fürchteten die Politiker besonders im Jahr 2012, dass das dem Euro schaden könnte.

Jetzt kann sich die deutsche Regierung aber offenbar wieder vorstellen, Griechenland notfalls aus der sogenannten Eurozone zu entlassen. Das Land könnte also wieder zu seiner alten Währung zurückkehren. Der Euro würde dort dann abgeschafft. Die Menschen in Griechenland bekämen anderes Geld.
Lange Zeit wollten die Politiker genau das verhindern. Warum sieht die deutsche Regierung dafür nun aber einen Weg?

Die Lage in Europa hat sich inzwischen verbessert. Andere Schulden-Länder, die ebenfalls den Euro haben, haben ihre Geldprobleme wieder im Griff. Portugal und Irland stehen wieder besser da. Außerdem gibt es nun Hilfstöpfe für den Notfall. Müsste Griechenland den Euro aufgeben, wäre es jetzt wohl nicht mehr so ein Problem wie vor einiger Zeit.

Vor Griechenland liegen womöglich unruhige Zeiten. Die Griechen müssen ihr Parlament im Januar neu wählen. Fragen Forscher die Menschen, wen sie wählen wollen, dann kommen Politiker zum Zug, die das Sparprogramm neu verhandeln und einen Erlass der Schulden wollen. Die Rettung für Griechenland könnte in Gefahr geraten. Andere Länder erwarten, dass die Spar-Zusagen eingehalten werden.

(AfK)


Eure Meinung dazu:

von bin selber grieche 9. Januar 2015

doof, da ich den euro mag und nich wider drachme habn will. hab michn ann euro gewöhnt!

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